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Gelebt statt Schublade: Eine Verbandsstrategie, die auch umgesetzt wird
"Engagement braucht einen Rahmen"

Alf Pille - Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Hilpoltstein

"Eine Strategie entwickeln?! Die dann in der Schublade verstaubt?!" Das ist oft die erste Reaktion auf den Impuls, eine Verbandsstrategie zu entwickeln. Und das scheint berechtigt: zu viele gute Papiere werden im Alltag einer Organisation nicht gelebt.
Dabei hat eine Strategie - gerade für Organisationen mit einem hohen Anteil an Ehrenamtlichen - ein großes Potenzial.
Der Referent hat die Strategieentwicklung beim LBV (200 Mitarbeiter, ca. 6.000 Ehrenamtliche, 85.000 Unterstützer) koordiniert. Die Teilnehmer erarbeiten, welche Prozesse eine Strategieentwicklung in ihrer Organisation erfolgreich machen.


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Für Fortgeschrittene: Recht im Ehrenamt. Interaktive Fallbeispiele.
"Engagement braucht einen Rahmen"

Prof. Dr. iur. Thomas Beyer - AWO Landesverband Bayern e.V., München

Ehrenamt soll Spaß machen, Begeisterung wecken. Nicht selten endet die Freude dort, wo es rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten gilt. Der Gesetzgeber schafft durch unzusammenhängende Einzelbestimmungen Unklarheit. Es gilt Vorgaben etwa des Vereins-, Steuer- und ggfs. Arbeits- und Sozialrechts zu kennen und richtig anzuwenden.
Der Workshop will aktuelle Rechtsthemen aus der Praxis der TeilnehmerInnen in einer interaktiven Weise diskutieren und Lösungen herausarbeiten.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Einreichung einer Frage oder Themenstellung bis Montag 4. Juni 2018 unter olga.didyk@th-nuernberg.de


S_22
Qualitätsmanagement im Ehrenamt - Umsetzbar und Schritt für Schritt dargestellt
"Gute Praxis"

Antje Michel - Mehrgenerationenhaus, Weidenbach

Ist in ehrenamtlich geführten Organisationen Qualitätsmanagement überhaupt notwendig? Was ist hier sinnvoll und überhaupt umsetzbar? Oder führt auch dort kein Weg am Qualitätsmanagement vorbei? Unbestreitbar ist die Einführung von Qualitätsmanagement in den gemeinnützigen Organisationen vorteilhaft. Aber wie kann man dies sinnvoll und vor allem leistbar umsetzen? Schritt für Schritt wird nachvollziehbar anhand vieler Beispiele erklärt, wie dies gelingen kann.


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Veranstaltungsplanung - "Wie gehe ich's an?"
"Gute Praxis"

Dr. Verena Gutsche - Bürgerhaus Stadt Ingolstadt

„Wie gehe ich's an?“ Diese Frage stellt man sich häufig bei der Organisation von Veranstaltungen – sei es ein Sommerfest als Zeichen der Anerkennung für ehrenamtlich Engagierte, ein Thementag mit Fachvorträgen, eine Pressekonferenz, ein Konzertabend etc. Der Workshop zum Thema Veranstaltungsplanung bietet Hilfestellung bei der Konzeption und Organisation von Veranstaltungen. Auch zu beachtende rechtliche Rahmenbedingungen, Sicherheitsaspekte und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit werden vorgestellt. Zusammen mit den Seminarteilnehmern wird eine Checkliste erarbeitet, die die Planungen unterstützen und für eine zielsichere Beantwortung der eingangs gestellten Frage sorgen kann.


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Konzeptentwicklung - Planung sichert den Erfolg

"Gute Praxis"

Wolfgang Krell - Freiwilligenzentrum, Augsburg

 

Bei dem großen Augsburger Dichter Bertolt Brecht heißt es zwar: „Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch’nen zweiten Plan. Gehn tun sie beide nicht.“ Aber trotzdem hilft Planung bei der Entwicklung von Projekten im freiwilligen Engagement und erleichtert die Umsetzung – wenn auch nicht alle Unwägbarkeiten damit vermieden werden können. Ein gutes Konzept ist eine Stütze bei der Organisation von Projekten und Veranstaltungen – gleich welcher Art und welcher Größenordnung. Es sollen im Workshop Grundlagen der Konzeptentwicklung und der Planung aufgezeigt und ein Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmer*innen angeregt werden.

 


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Engagement-Express. Zeitreise im Ehrenamt mit der historischen Straßenbahn
"Gute Praxis"

Wolfgang Klemm - Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V., Nürnberg

Der Verein "Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn" hat sich im März 1976 gegründet, um die Geschichte der Straßenbahn in Nürnberg zu erhalten. Ihm gehören über 400 Mitglieder aus allen Alters- und Berufsgruppen an. Viele der Mitglieder engagieren sich in den Bereichen Ausstellungsgestaltung, Modellbau, Depotshop, Fahrzeugpflege, Bild- und Literaturarchiv oder als Schaffner auf den historischen Straßenbahnen und Bussen.
Mit dem Engagement-Express nehmen wir Sie mit auf eine Fahrt in die Arbeit unserers Vereins, stellen Ihnen zentrale Punkte in der Gewinnung von Freiwilligen vor und zeigen Ihnen "on tour" ein Ergebnis unserer Arbeit.


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Hopp oder Top - Zusammenspiel der Kräfte statt Generationenkonflikt! Mixed Generations: Baustein eines zukunftsfähigen Zusammenlebens

"Menschen.Leben"

Dieter Habermann - Bayerischer Fußball-Verband e.V., München
Alexander Männlein - Bayerischer Fußball-Verband e.V., München
Siegfried Tabbert - Bayerischer Fußball-Verband e.V., München

Eskaliert der Konflikt der Generationen, führt er zur Zerrüttung von Vereinen und Organisationen auf ehrenamtlicher Ebene, indem entweder die Jungen oder die Alten frustriert gehen und sich in einer teamorientierten Umgebung eine freudvolle Betätigung suchen. In der Arbeitswelt werden personelle Konsequenzen gezogen.
 
Was wäre da der richtige Weg?
Vorurteile abbauen, Probleme oder gar Ängste der jeweils anderen Generationen verstehen lernen, Talente oder Fähigkeiten der anderen Altersklasse schätzen, gemeinsam im Team voneinander profitieren und bei einem Projekt gemeinsam Zielvorgaben erfüllen und Erfolgserlebnisse feiern.
Der Workshop behandelt das Thema aus der Perspektive der jüngeren und älteren Generationen und geht der Frage nach der Gestaltung der Zukunft und möglichen Lösungsansätzen.


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Ideation Lounge - Anerkennung

"Menschen.Leben"

Bassd scho? Das ist oft das höchste Lob für Ehrenamtliche? Gibt es da nicht doch noch mehr Möglichkeiten? Noch mehr Ideen? Im Workshop kann man sie gemeinsam finden. Strukturiert und doch inhaltlich völlig frei entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam mit der Gruppe Ideen zur Anerkennung im Ehrenamt. Ein Mitmach-Format, das einlädt, kreativ zu denken.


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Frauen für Führungspositionen im Ehrenamt - wie gewinnen und halten?
"Menschen.Leben"

Prof. Dr. Erika Regnet - Fakultät für Wirtschaft, Hochschule Augsburg

Das Qualifikationsniveau von Frauen ist hoch und viele Frauen sind ehrenamtlich engagiert. Trotzdem ist es nicht immer einfach, auch ausreichend Kandidatinnen für Leitungsfunktionen zu finden. Was sind die Interessen, aber auch Hemmnisse bei Frauen in verschiedenen Lebensphasen und Altersgruppen? Inwieweit lässt sich aus erfolgreichen Strategien von Wirtschaftsunternehmen lernen? Im Workshop sollen Erfahrungen und vor allem erfolgreiche Vorgehensweisen herausgearbeitet werden, um Stolpersteine zu vermeiden und Frauen bei der Übernahme von Führungsaufgaben zu unterstützen und zu motivieren.


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Aspekte der Organisationsentwicklung – Veränderungsprozesse initiieren
"Menschen.Leben"

Michael Rückert - BRK Kreisverband Aschaffenburg

Organisationsentwicklung in Verbänden steht für eine rationale Steuerung von Organisationswandel und Veränderungsmanagement, das insbesondere auf die Dimensionen der Partizipation der Beteiligten sowie der Wertgebundenheit der Organisation und ihrer Tradition Rücksicht nimmt und die Mitarbeitenden befähigt anfallende Herausforderungen selbst zu lösen, sowie Strukturen und Prozesse gar selbstorganisierend (mit-)gestalten können.
• 7 Wesenselemente einer Organisation
• Grundsätze der Veränderung
• 7 Basisprozess der Organisationsentwicklung
• Organisationstypen
• Entwicklungsphasen einer Organisation
• Leistungsprozesse einer Organisation


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Und wo bleibe ich? Resilienz stärken in Ehrenamt und Selbsthilfe
"Menschen.Leben"

Theresa Keidel - Selbsthilfekoordination Bayern, Würzburg
Elisabeth Benzing - KISS Mittelfranken, Nürnberg

Freiwilliges Engagement in den verschiedensten Bereichen wie in Helferkreisen, in Selbsthilfegruppen oder im Sportverein gibt Sinn und tut gut. Doch wenn alles zu viel wird, kann es auch krank machen. Dabei spielt eine große Rolle die eigenen Grenzen zu erkennen, auszuloten und mit sich selbst und mit anderen achtsam umzugehen. Im Workshop werden wir Impulse bekommen, um im inneren Gleichgewicht zu bleiben und die eigene, psychische Widerstandskraft (Resilienz) zu stärken. Damit das freiwillige Engagement auch morgen noch Freude macht!


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Wenn sozialer Kit unbequem wird… entstehen Brüche, Innovation und Veränderung
"Menschen.Leben"

Monika Nitsche - Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V, München
Harald Keiser - Diakonisches Werk Bayern e.V., Nürnberg

„Das Ehrenamt ist der Kit, der unsere Gesellschaft zusammenhält“. Immer wieder werden so Grußworte zum Freiwilligen Engagement begonnen. Wir wissen, Ehrenamtliche packen schnell mit an, werden selbst initiativ, wo sie Not wahrnehmen. Sie erwarten Mitbestimmung, echte Beteiligung und die Möglichkeit, ihr Engagement aktiv zu gestalten. Nicht alle gründen einen eigenen Verein sondern klinken sich in bestehende Strukturen mit ein.
Konflikte und Unzufriedenheit mit den bestehenden Vorgehensweisen können entstehen.
Wie können „aufnehmende“ Organisationen Prozesse begleiten, in denen frische Sichtweisen von Engagierten Raum finden und das Neue weniger als Sand im Getriebe scheint? Im Workshop wird mit Elementen aus der Personal- und Organisationsentwicklung und„kollegialer Beratung“ gearbeitet.


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Hass im Netz: Rechte Online-Strategien und zivilgesellschaftliche Antworten
"Digital engagiert"

Der Workshop stellt die Vorgehensweisen rechter Akteure im Internet im Allgemeinen und auf Social-Media-Plattformen im Besonderen in den Mittelpunkt. Hierbei nehmen wir unter anderem Strategien, Themenfelder und Akteur*innen innerhalb wie außerhalb rechter Echokammern in den Blick. In einem zweiten Schritt tauschen wir uns über zivilgesellschaftliche Gegenstrategien und Handlungsoptionen aus. Der Dozent ist Politikwissenschaftler und politischer Bildner und forscht zur extremen Rechten in Deutschland.


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Online Volunteering
"Digital engagiert"

Vom heimischen Wohnzimmer aus ehrenamtlich aktiv werden, ohne das Zuhause zu verlassen? Ohne vor Ort präsent zu sein? Das ist möglich bei den neuen Formen des Ehrenamts, die digital unterstützt werden:  Online Volunteering wird in diesem Workshop an Beispielen erläutert. In der Diskussion wird es auch um Rahmenbedingungen gehen, um Chancen und Grenzen solcher Engagementformen.


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Online Fundraising - gewusst wie!
"Digital engagiert"

Lisa Distler - Ehrenamtliche Botschafterin Betterplace.org, Nürnberg

Online Fundraising - gewusst wie!
Online-Fundraising wird zu einem immer wichtigeren Fundraisingkanal. Aber wie bittet man im Internet um Spenden?
Im Workshop wird Schritt für Schritt erklärt wie Online-Fundraising funktionieren kann und wie die Plattform betterplace.org dafür genutzt werden kann. Dabei wird der Weg von der ersten Ansprache potentieller Spender bis zur Königsdisziplin der Dauerspender gemeinsam erarbeitet und anhand von Praxisbeispielen näher gebracht.


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Service Learning an Hochschulen – Ein Gewinn für alle Seiten
"Neue Wege ins Ehrenamt"

Silvia Roderus - Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Prof. Dr. Christine Rademacher - Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Norbert Wittmann - mudra e.V., Nürnberg

Wenn Studierende aus technischen Studiengängen wie Maschinenbau sagen, sie hätten nicht gedacht, dass auch „Gutes Tun“ Platz im Studium hat, Wirtschaftsinformatiker/innen eine App für blinde Menschen erstellen und Studierende, die selbst aus dem Irak kommen, als role model für Geflüchtete beim Lernen in der Berufsschule helfen, handelt es sich um Erfahrungen im Rahmen des Lehr- und Lernkonzepts Service Learning. Diese zeigen auch, dass solche Service Learning Projekte einen Gewinn für alle Beteiligten darstellen. Wir wollen Ihnen im Workshop Service Learning anhand eines Praxisbeispiels vorstellen und aufzeigen, welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Kooperation zwischen gemeinnützigen Organisationen und Hochschulen zu berücksichtigen sind. Außerdem bieten wir Raum für Diskussion und Austausch zum Thema.


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Zivilgesellschaft stärken. Der Ansatz des Goethe-Instituts in Tunesien.

"Neue Wege ins Ehrenamt"

Judith Mirschberger - Goethe-Institut, Tunis
Amel Said - Goethe-Institut, Tunis

In einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft kommt interkultureller Kommunikation ein immer größerer Stellenwert zu. Ehrenamtliches Engagement ist nicht überall auf der Welt gleichermaßen ausgeprägt. Wie kann es gelingen, Personen, denen ehrenamtliche Tätigkeiten bisher kaum vertraut sind, für ein solches Engagement zu begeistern? Welche Vorerfahrungen können genutzt werden? Welche Hemmfaktoren gilt es zu beachten und wie können diese überwunden werden?
Anhand von Praxisbeispielen zivilgesellschaftlichen Engagements aus Nordafrika/Nahost werden die Teilnehmenden für interkulturelle Kommunikation sensibilisiert und angeregt, ihre eigenen Denkmuster und Kategorisierungen zu überdenken.


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Engagement mal anders - Formen und Potenziale privater nachbarschaftlicher Hilfen

"Neue Wege ins Ehrenamt"

Prof. Dr. Sabine Fromm - Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Dieter Rosner - Stadt Nürnberg

In der Stadt Nürnberg wurden erstmals repräsentativ für eine Kommune informelle Formen nachbarschaftlicher Hilfen untersucht. Der Beitrag stellt Strukturen, Bedingungen und Potenzial dieser Hilfen vor und zeigt, wie die Stadt Nürnberg mit einem quartiersbezogenen Ansatz kommunaler Sozialpolitik Nachbarschaften stärken kann.


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Jugendliche + Ehrenamt = FSSJ. Gewinnen, Motivieren, Begeistern - wie geht das?
"Neue Wege ins Ehrenamt"

Dorothea Hübner - Freiwilligenzentrum "mach mit!", Neustadt a. d. Aisch
Veronika Polok - Freiwilligenzentrum "mach mit!", Neustadt a. d. Aisch
Thomas Schwarz - Bayerischer Jugendring KdöR, Augsburg

Jugendliche sind unsere Zukunft von morgen. Wie können sie durch freiwilliges Engagement gezielt für die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders und Füreinanders eingebunden werden? Das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) - koordiniert im Freiwilligenzentrum - hat darauf eine Antwort. Es will Jugendliche für das soziale Engagement gewinnen, motivieren und begeistern. Gleichzeitig bietet es Jugendlichen die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren und praxisnahe Einblicke zu erfahren. Wie das FSSJ organisiert und koordiniert wird und wie die Projektbeteiligten gezielt erreicht und mit eingebunden werden können - das wird im Workshop thematisiert und praktisch vorgestellt.


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New Work: Wie wir Arbeitswelt und Ehrenamt erfolgreich verbinden
"Neue Wege ins Ehrenamt"

Alexander Thamm - Alexander Thamm GmbH, München
Markus Väth - Freiberuflich, Nürnberg

Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant – durch Wertewandel, neue Technologien etc. Wir sind gefordert, neu darüber nachzudenken, wie wir arbeiten, leben – und uns engagieren wollen! New Work bietet dafür einen ganzheitlichen Ansatz. Markus Väth, Psychologe und Publizist, stellt zusammen mit Alexander Thamm, Moderator u.a. der ARD Alpha Sendung "Megatrends im Dialog", neue Wege vor, wie Menschen Ehrenamt und Arbeit miteinander in Einklang bringen können. Wie sollten Angebote für Ehrenamt in Zukunft gestaltet werden? Wie können Hauptamtliche auch selber von New Work in ihrer eigenen Arbeit profitieren? Und wie schaffen wir es gemeinsam, uns glücklicher zu engagieren und zu arbeiten? Das möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren und entwickeln.